Geschichte der Hospizidee
Hospize (lat. hospitium: Gastfreundschaft) waren früher Herbergen, die Pilgern auf ihrer Reise Unterkunft, Verpflegung und Pflege boten.
Die moderne Hospizbewegung wurde von der Krankenschwester und Sozialarbeiterin Cicely Saunders (1918 – 2005) ins Leben gerufen.
Ihr Anliegen war es, die Sterbenden mit der Kompetenz, der Zuwendung und der Achtung gepflegt und umsorgt wurden, die ihre Würde verlangte und die sie als Menschen verdienten.
1967 eröffnete sie, nach langen Vorbereitungen in London das St. Christopher`s Hospiz, ein Ort an dem Sterbende liebevoll umsorgt ihren letzten Lebensweg gehen konnten.
Anfang der 80 er Jahre fand die Hospizidee, mit der Eröffnung einer Palliativstation an der Universitätsklinik Köln, auch in Deutschland Einzug. 1986 wurde in Aachen das erste stationäre Hospiz eröffnet.
Zugleich wurden in vielen Städten ehrenamtlich arbeitende Hospizgruppen gegründet, von denen sich viele der im Jahre 1992 gegründeten Bundesarbeitsgemeinschaft Hospiz (BAG), der bundesweiten Interessenvertretung der Hospizbewegung in Deutschland, anschlossen.
Zur Zeit gibt es in Bayern, 9 stationäre Hospize, 23 Palliativstationen
ca. 130 ambulante Hospizgruppierungen, von denen im Jahr 2007 53 von den Krankenkassen als ambulante Hospizdienste gefördert wurden.