Verfasst von den ehrenamtlichen Hospizhelfern des ambulanten Hospiz- und Palliativ-Beratungs-Dienst St. Elisabeth Dillingen
- Hospizarbeit bedeutet das einfühlsame, zugewandte und achtungsvolle Begleiten von Schwerkranken und sterbenden Menschen. Bedeutsam dabei ist eine Atmosphäre der Offenheit, des Vertrauens und der Akzeptanz.
- Für uns Mitarbeiter des ambulanten Hospizdienstes gilt, uns den Bedürfnissen, Nöten, Fragen, kurz allem was die Patienten in der schweren Endphase ihres Lebens beschäftigt, zu stellen, unabhängig ihrer Konfession und Herkunft.
- Wir versuchen in der Zeit der Krankheit und des Abschiednehmens gemeinsam mit allen Beteiligten Raum zu schaffen, dass innerhalb der Familie Wärme, Trost und die Qualität des Lebens bis zuletzt spürbar werden kann. Für die Angehörigen wollen wir Unterstützung und Ansprechpartner sein. Sie sollen ihre eigenen inneren Kräfte gewinnen, bzw. diese erhalten.
- Wir nehmen die Menschen in ihrem „Dasein“ ohne Werturteile und Vorbehalte an.
- Nicht unser Denken, unsere Maßstäbe und Wertvorstellungen führen Regie, sondern einzig und allein die Wünsche und der Wille des zu Begleitenden.
- Wir bemühen uns, ein würdevolles und selbstbestimmtes Leben bis zuletzt zu ermöglichen. Dies schließt eine aktive Sterbehilfe absolut aus.
- Ein wichtiges Anliegen ist uns die Behandlung der Schmerzen und aller Symptome, die den Patienten belasten (Palliativbehandlung). Gemeinsam mit den behandelnden Ärzten kümmern sich die Fachkräfte um die Einleitung und Überwachung dieser lindernden Maßnahmen.
- Wir Hospizhelfer wirken in unserer Tätigkeit unterstützend und ergänzend im gesamten Netzwerk der Begleitung. Wir sind bemüht, die Angehörigen und professionellen HelferInnen zu entlasten, können diese aber nicht ersetzen.
- Wir sehen das Sterben als ein Teil des Lebens an. Unser Anliegen ist es deshalb, unsere Mitmenschen für dieses Thema zu sensibilisieren und damit zusammenhängende Ängste anzusprechen und abzubauen.
